Heilsarmee-Museum Basel


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  Deutsch   deutsche Version Heilsarmee Museum Basel  
  English   Salvation Army Museum Basel  
  Loblied Gottes  
 
 Ein Loblied Gottes        
 Gottlieb Surer, Bild aus dem Heilsarmeemuseum Basel
Gottlieb Surer
  Gottlieb Surer wurde 1856 in Arisdorf geboren. Dort besuchte er die Schule. Leider fing er schon als junger Mann an sich zu sehr dem Alkohol zuzuwenden. Er wurde zum Trinker. Eines Tages, während der Arbeit, hatte er das Gefühl, er solle beten. Nachdem er niedergekniet und zu Gott gefleht hatte, fühlte er eine grosse Freude in seinem Herzen. Er hatte aber niemanden, der ihm helfen konnte, und, er kannte Gott viel zu wenig. So kam der Alkohol in sein Leben zurück und er fing wieder an zu trinken. Obwohl er versuchte, die Macht des Alkohols loszuwerden, gelang es ihm nicht.

Im Jahre 1884 heiratete er und war leider schon vom Morgen an betrunken, so die Aussage seiner Frau. Seine Frau fing an für ihn zu beten, aber jahrelang vertrank er regelmässig seinen Lohn. Seine Familie litt dabei sehr darunter und mehrmals versuchte er aus eigener Kraft das notbringende Laster loszuwerden

             
Dann sollte ein Wechsel des Wohnortes Hilfe bringen, und so zügelte die Familie Surer nach Birsfelden. Bald wurde er von einer Salutistin, welche in der neuen Nachbarschaft wohnte, zu einem Gottesdienst eingeladen. Aber Vater Surer besass keine sauberen und ganzen Kleider und so lehnte er diese Einladung ab. Die Salutisten, welche die Not der Familie erkannten, sorgten schnell für das Nötige. Im Gottesdienst, den Gottfried Surer besuchte, übergab er reumütig sein Leben und alle seine Not Gott. Er fand dort Jesus Christus als seinen Erlöser.
             
 Hut von Salutist G. Surer, jetzt im Heilsarmee Museum Basel
Dieser Hut begleitete Gottlieb Surer die vielen Jahre lang, in denen er "trocken" war und Zeugnis für seinen Retter ablegte.

  Zuerst wollte er den Alkohol nicht ganz aufgeben. Er fand, dass er doch nach seiner harten Arbeit 1 bis 2 Glas Bier verdient hätte. Aber Soldaten der Heilsarmee versprechen bei der Einreihung, dass sie nicht rauchen und nicht trinken. Dies wurde nun ein harter Kampf für Vater Surer. Aber er wollte diesen Weg mit Gottes Hilfe gehen und so rang er im Gebet um die Kraft der völligen Erlösung von seiner Sucht. Aus dieser Knechtschaft endlich befreit, hatte er sofort ein Verlangen: Er wollte nicht in aller Stille Gott dafür danken, er lobte seinen Erlöser sowohl bei der Arbeit wie zuhause oder im Gottesdienst.
             
In der folgenden Zeit wurde er vielen Menschen zum Segen. Seine Kinder nannten ihn ein lebendiges Loblied. Als erster Korpssergeantmajor im Korps Birsfelden übernahm er eine wichtige Aufgabe. Kein Ort und keine Zeit war ihm ungelegen, mit jemanden über das Heil seiner Seele zu reden, erfüllte doch eine grosse Liebe zu den Menschen sein Herz. Über 30 Jahre, bis er von Gott am 6. März 1920 heimgerufen wurde, blieb Gottlieb Surer "trocken" und ein glücklicher Mann.
             
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